Die Magie beginnt außerhalb der Komfortzone – 5 Tipps für erste kleine Schritte raus aus der Komfortzone

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Eine Aussage hat mich mein gesamtes Berufsleben lang geprägt und oft motiviert: „Das Leben findet außerhalb der Komfortzone statt„.  Und erstaunlicherweise – oder auch nicht – ist genau dieser Satz Teil meines Abschiedsgeschenkes von Kolleg:innen. Vermutlich hat dieser Satz mich nicht nur geprägt, sondern ich habe ihn auch ziemlich oft von mir gegeben.
 
Was ich damit sagen will? Wer sich immer nur im gewohnten Rahmen bewegt und Veränderungen umgeht, wird sich kaum weiterentwickeln. Mehr noch. Sie machen es sich in der gewohnten Umgebung – einer Sackgasse – gemütlich und richten sich dort häuslich ein.
 
Die Erkenntnis ist eindeutig – Weiterentwicklung egal ob beruflich oder persönlich macht ein bewusstes Verlassen der Komfortzone unerlässlich. Die gute Nachricht? Für das Verlassen der Komfortzone sind nicht gleich lebensverändernde Schritte notwendig. Der Schritt raus aus gewohnten Routinen, Abläufen und Lebensweisen gelingt schon in kleinen Schritten. Mini Veränderungen im Alltag sind das Zauberwort.
 
Sie wollen wissen wie das funktioniert? Und wie Sie die Komfortzone unbedingt verlassen wollen? Ich zeigen Ihnen, wie das geht.
Wer sich immer nur im gewohnten Rahmen bewegt und Veränderungen umgeht,
wird sich kaum weiterentwickeln

Komfortzone? Was ist das genau?

Bricht man Komfortzone in kleine Stücke, lässt sie sich einfach definieren – sie ist das Gewohnte, Vertraute, immer Dagewesene.  Und damit das Gegenteil von Veränderung.
 
Jetzt werden Sie sagen: Klar – ich will ja keine Veränderung. Ist ja alles gut so, wie es ist.
 
Verständlich. Denn die meisten Individuen haben schlicht Angst vor Veränderung. Und schon fühlt sich die Komfortzone noch viel besser an. Dort wissen Sie genau, was Sie haben und was Sie erwartet. Keine Überraschungen also. Alles schön bequem hier. Warum also woanders umsehen?
 

Was die Komfortzone verlockend gefährlich macht

Sie haben gerne das Gefühl, die Kontrolle über Ihren Job und Alltag zu haben? Das gibt Ihnen Sicherheit? Keine Sorge – so geht es jedem von uns. Es sind die Bereiche im Leben, wo Sie sich auskennen, alles ohne nachdenken beherrschen und welche Sie beeinflussen können.
Im Job sind das ganz sicher die Aufgaben, die Sie routiniert erledigen, bei denen Sie alle Fallstricke kennen, die Ihnen leicht von der Hand gehen und für die Sie mit Ihren Fähigkeiten optimal gerüstet sind. Im Privatleben vielleicht der gewohnte Gang zur Coach am Feierabend oder der gewohnte Urlaub im immer gleichen Domizil.
 

Warum Sie in der Komfortzone bleiben?

Keine Frage – es gibt gute Gründe für die Komfortzone. Aber haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, ob es das ist was Sie vom Job (und im privaten) wollen? Ich bin sicher, Sie finden spontan viele Gründe, was und warum die Komfortzone verlassen gar nicht in die Tüte kommt. Allerdings – wenn Sie nicht über den Tellerrand und damit über Ihre Komfortzone hinaus blicken wollen, schließen Sie sich eben auch von vielen Seiten und Gelegenheiten aus. So leid es mir tut – aber persönliche Entwicklung – egal ob beruflich oder persönlich – gibt es NIE innerhalb der Komfortzone.
 

Was uns in der Komfortzone fesselt?

Mehr noch als alles Gewohnte, Vertraute fesseln Sie Ängste in der Komfortzone. Neben der Angst vor Veränderungen – die Sie immer schön im Komfort hält – gibt es noch weitere Ängste, die Sie am Verlassen hindern.
 

Was wenn es schiefgeht?

Eine gute und berechtigte Frage – allerdings werden Sie kaum eine Antwort finden, wenn Sie es nie probieren. Die Angst davor zu Versagen oder zu Scheitern ist wohl die größte Hürde, die Sie überwinden müssen. Und die Erfolgsgeschichten, die jeder von uns tagtäglich in den Social Media Kanälen präsentiert bekommt, tut ihr Übriges dazu.
 
Gerade berufliche Veränderungen produzieren regelmäßig diese Frage im Kopf. Oft assoziieren Sie mit einer beruflichen Herausforderung ausschließlich Negatives – viel mehr Risiken, als Chancen. In der Komfortzone müssen Sie sich diesen Gedanken nicht stellen – und lassen eine Chance ungenutzt verstreichen.
 

Was wenn es anstrengend wird?

In der Komfortzone werden Sie nur wenig mit Anstrengung in Berührung kommen.  Sie wissen genau, was auf Sie zukommt und wie Sie reagieren. Wagen Sie sich aus der Deckung, bedeutet das zwangsläufig: Arbeit, Mühe, Anstrengung. Schlussendlich müssen Sie sich Herausforderungen stellen, neues lernen und wieder klein anfangen. Und wieder bei Null anfangen ist deutlich anstrengender, als eh schon jede Antwort zu kennen.
 

Was denken Andere dann über mich?

Alles, was sich in Ihrer Komfortzone bewegt können Sie perfekt, haben Ihr Wissen und Fähigkeiten längst unter Beweis gestellt und genießen den Respekt Ihrer Umwelt dafür. Kurzum: Sie haben sich ein Standing erarbeitet und einen Namen gemacht – Sie sind Experte. Trauen Sie sich über den Tellerrand drüber, müssen Sie sich wieder neu beweisen und sich der Beurteilung Ihrer Umwelt aussetzen. Raus aus Ihrer gewohnten Zone birgt deshalb immer das Risiko, sich bereits erobertes Terrain neu erobern zu müssen oder gar mit Ablehnung konfrontiert zu werden.
 

Wozu sollten Sie den Sprung über den Tellerrand wagen?

Um auf meinen Eingangssatz zurück zu kommen – „das Leben findet außerhalb der Komfortzone statt“. Komfortzone verlassen ist eine Frage der Motivation. So unangenehm sich die ersten Schritte außerhalb des gewohnten und selbst gesteckten Terrain anfühlen mögen – der Mut dorthin ist es definitiv wert. Weiterentwicklung ist eben nur dann möglich, wenn Sie sich mutig neuen Aufgaben stellen. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, in Bequemlichkeit zu verharren. So schön sich das auch anfühlen mag. Wir hungern nach neuen Reizen, Impulsen, nach Entwicklung – denn das heißt wirklich Leben und nicht nur einfach geschehen lassen.
 
In einem Punkt muss ich Sie enttäuschen – Komfortzone verlassen hat mit komfortabel leider gar nichts gemeinsam. Und das nicht nur wörtlich. Sie brauchen Kraft und vor allem Mut. Schließlich war das Dasein in der Komfortzone ja schon nett eingerichtet. Zweifel sind also erlaubt.  Doch über dem Tellerrand passiert eine Menge positives, wenn Sie Routinen aufgeben, Neues wagen, ausprobieren, Grenzen verschieben. Vor allem, wenn Sie dessen bewusst sind, wozu Sie es wagen.

Wollen Sie es wagen? Dann kommen hier 5 kleine, einfache Schritte für einen zaghaften Sprung über den Tellerrand

Immer schön langsam – niemand verlangt von Ihnen sich kopfüber vom 10m Brett zu stürzen, ohne die Wasseroberfläche zu sehen.
 
Fangen Sie doch mit kleinen Schritten an! Der Vorteil? Die Frustschwelle ist nicht so hoch, wenn es nicht funktioniert wie geplant. Und die Hürden bei großen, radikalen Sprüngen aus der Komfortzone sind deutlich höher. Das lässt Sie eher nicht springen.
 
Ergo – trauen Sie sich langsam aus der Deckung Ihrer Komfortzone und gewöhnen Sie sich immer mehr an die damit einhergehende Unsicherheit der kleinen Schritte. Die Scheu vor Neuem und Unbekannten wird mit der Zeit abnehmen  – steigern können Sie immer noch.
 
Hier kommen 5 Tipps, wie Sie im Alltag das Verlassen der Komfortzone üben und integrieren können.
 

Tipp No 1  – Suchen Sie sich einen Ansporn!

Niemandem fällt es leicht, Neues auszuprobieren und Gewohntes zu verlassen. Dafür brauchen Sie eine starke Motivation. Einen starken Antrieb. Definieren Sie ein Ziel, eine Belohnung wenn Sie den Sprung aus der Komfortzone erfolgreich geschafft haben. Und erzählen Sie möglichst vielen Leuten davon. Die Fragen treiben Sie an, es tatsächlich zu wagen. Ein Bucket List ist beispielsweise ein toller Ansporn. Jeder abgehakte Punkt dokumentiert Ihren Mut über den Tellerrand zu sehen und zu springen.
 

Tipp No 2 – Ignorieren Sie die Meinungen anderer!

Wie oft sind Sie in der Komfortzone verharrt, weil Sie sich de Meinung anderer nicht aussetzen wollten? Denn damit setzten Sie sich Kritik aus. Lernen Sie, sich unabhängiger von der Meinung Ihrer Umwelt zu machen. Sie können es NIE allen Recht machen. Versuchen Sie Urteile Ihrer Umwelt nicht über zu bewerten und gezielt zu hinterfragen: Stimmt das Urteil überhaupt? Wenn die Antwort nein ist, spülen Sie das Urteil mit einem Kaffee runter und ignorieren Sie es. Hier gilt: üben, üben, üben.
 

Tipp No 3 – Machen Sie es bewusst anders!

Ändern Sie ganz bewusst Ihren Tagesablauf, den Weg zur Arbeit oder die Routine der ersten Minuten im Büro. Machen Sie zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort und mit anderen Menschen Ihre Mittagspause.
Was sich klein anhört hat große Wirkung – wenn Sie kleine Gewohnheiten ändern und das durchziehen, gewinnen Sie Zuversicht für größere Veränderungen und Optimismus für Ihr Durchhaltevermögen.    
 

Tipp No 4 – Malen Sie sich das schlimmste Szenario aus!

Es klingt erst mal total verrückt – sich auszumalen, beim ersten Vortrag vor vielen Menschen einen totalen Blackout zu haben und den Text zu vergessen? Genau das Gegenteil ist der Fall. Beschäftigen Sie sich vorab mit den Schattenseiten des Verlassens der Komfortzone gewinnen Sie nicht nur eine realistische Einschätzung, was das schlimmste Ergebnis wäre. Sie beschäftigen sich auch mit Lösungsszenarien und nehmen so automatisch dem Szenario in Ihrem Kopf den Schrecken. Schon alleine das vorbereitet sein, lässt Sie mutiger über den Tellerrand treten.
 

Tipp No 5 – Fragen Sie aktiv nach mehr Verantwortung!

Das kann die Frage an Ihren Vorgesetzten sein, mit der Bitte um mehr Verantwortung in Ihrem Aufgabengebiet. Das kann aber auch die Bereitschaft sein, auf der nächsten Konferenz vor vielen Menschen einen Impulsvortrag zu halten. Suchen Sie auf jeden Fall nach passenden Optionen, wodurch Sie Erfahrungen gewinnen und Kenntnisse erweitern können. So stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein und gewinnen Selbstsicherheit für die Zukunft.
 

Fazit

Beharrliches Probieren, Scheitern und Dazulernen führen zu Weiterentwicklung. Und das kann nur gelingen, wenn Sie regelmäßig über den Tellerrand blicken und auch einen Schritt darüber wagen um die Komfortzone verlassen.
 
Und ich kann Ihnen versichern: wenn Sie einen oder mehrere kleine Schritte erfolgreich absolviert haben, werden Sie richtig Lust bekommen auf die größeren Schritte über den Tellerrand.
 
Klar – manchmal werden Sie denken: Warum sollte ich das noch mal machen? Nämlich dann, wenn das Ergebnis nicht wie gewünscht ausfällt. Aber wie sagte schon der Psychologe Anders Ericsson: „…üben, üben, üben ist der eigentliche Schlüssel zu echter Expertise“
 
In diesem Sinne – haben Sie Spaß beim Üben und Erfolg bei dem Sprung aus der Komfortzone. Es lohnt sich!

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